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Lesedauer: 7 min 08.05.2025

Inspirations-Werkstatt VAUDE

Einblicke in ein Unternehmen, das Verantwortung neu definiert

Was bedeutet es, wirklich gemeinwohlorientiert zu wirtschaften: nicht als Konzept, sondern als gelebte unternehmerische Wirklichkeit?
Diese Frage nahmen 15 Unternehmer:innen und Führungskräfte mit nach Tettnang am Bodensee zu VAUDE. Dorthin, wo Antje von Dewitz als Geschäftsführerin beweist, dass wirtschaftlicher Erfolg und ökologische sowie soziale Verantwortung nicht nur vereinbar sind sondern einander bedingen.

Manche Unternehmen sprechen für sich. VAUDE ist so eines. Als Tochter des Firmengründers leitet Antje von Dewitz VAUDE in zweiter Generation und hat das Familienunternehmen dabei von Grund auf neu gedacht. Was sie und ihr Team aufgebaut haben, ist kein Nachhaltigkeitsprogramm am Rande des Kerngeschäfts, sondern ein vollständig integriertes Unternehmensmodell: VAUDE hat umweltfreundliches und faires Wirtschaften zum Kerngeschäft gemacht und arbeitet konsequent daran, das Unternehmen ganzheitlich und systematisch zu transformieren. Als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche mit einer auditierten Gemeinwohlbilanz ist VAUDE kein Vorbild auf dem Papier sondern in der Praxis. Genau deshalb war es der perfekte Ort für die erste Inspirations-Werkstatt: Hier lässt sich gemeinwohlorientiertes Wirtschaften nicht nur denken man kann es sehen, erleben und gemeinsam weiterentwickeln.

Das Team von VAUDE und der VAUDE Academy öffnete die Türen: vorbei an der Biokantine, durch Arbeitsräume, die Vertrauenskultur sichtbar machen, bis hin zu den konkreten Entscheidungsprozessen hinter einer nachhaltigen Lieferkette. Kein geschönter Hochglanzrundgang, sondern ein offenes Gespräch über Zielkonflikte, Rückschläge und die Frage, was es wirklich braucht, um Haltung täglich in Handlung zu übersetzen. VAUDEs Überzeugung ist dabei klar: Unternehmertum bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und den Blick in die Zukunft zu richten auf nachfolgende Generationen und den Erhalt unserer Umwelt.

Diese Haltung prägte das gesamte Format. Ergänzt wurde sie durch den strukturierten Blick hinter die Kulissen der VAUDE Academy, dass das Wissen VAUDEs nach außen trägt und andere Unternehmen auf dem Weg zur Transformation begleitet. Gemeinsam erkundeten die Teilnehmenden die zentralen Fragen des Tages:

  • Wie gelingt unternehmerische Verantwortung im Einklang mit Planet, Gesellschaft und Mensch?
  • Welche Zielkonflikte fordern uns heraus und wie können wir sie gemeinschaftlich angehen?
  • Was braucht es, um neue Denk- und Handlungsräume für ein gemeinwohlorientiertes Unternehmertum zu öffnen?

Dazwischen immer wieder: Raum für echten Erfahrungsaustausch. In kleiner Runde, auf Augenhöhe, mit Unternehmer:innen aus völlig unterschiedlichen Branchen – und genau darin lag eine der größten Stärken des Formats.

Dr. Antje von Dewitz
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Dr. Antje von Dewitz

Geschäftsführerin VAUDE Sport GmbH & Co. KG

Als studierte Wirtschafts- und Kulturraumwissenschaftlerin übernahm Dr. Antje von Dewitz im Jahr 2009 die Geschäftsführung von VAUDE Sport GmbH & Co. KG von ihrem Vater Albrecht von Dewitz, dem Gründer des Unternehmens. Als Herstellerin von Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung hat sie das süddeutsche Familienunternehmen zu einem Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften in der Outdoor- und Textilbranche transformiert.

Das Hauptziel von VAUDE unter ihrer Führung: ökologische und soziale Verantwortung nicht als Widerspruch zum wirtschaftlichen Erfolg zu begreifen, sondern als seine Grundlage. So war VAUDE 2008 das erste Outdoor-Unternehmen, das nach EMAS zertifiziert wurde, und seit 2012 sind der Firmensitz in Tettnang sowie alle dort produzierten Produkte klimaneutral.

Für ihren engagierten Einsatz und ihre konsequente Haltung wurde Dr. Antje von Dewitz bereits mehrfach ausgezeichnet – darunter der renommierte Wirtschaftspreis „EY Entrepreneur Of The Year" (2021), der Vanity Fair Changing Your Mind Award (2020) sowie der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg (2017).

Dr. Antje von Dewitz

Geschäftsführerin VAUDE Sport GmbH & Co. KG

Als studierte Wirtschafts- und Kulturraumwissenschaftlerin übernahm Dr. Antje von Dewitz im Jahr 2009 die Geschäftsführung von VAUDE Sport GmbH & Co. KG von ihrem Vater Albrecht von Dewitz, dem Gründer des Unternehmens. Als Herstellerin von Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung hat sie das süddeutsche Familienunternehmen zu einem Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften in der Outdoor- und Textilbranche transformiert.

Das Hauptziel von VAUDE unter ihrer Führung: ökologische und soziale Verantwortung nicht als Widerspruch zum wirtschaftlichen Erfolg zu begreifen, sondern als seine Grundlage. So war VAUDE 2008 das erste Outdoor-Unternehmen, das nach EMAS zertifiziert wurde, und seit 2012 sind der Firmensitz in Tettnang sowie alle dort produzierten Produkte klimaneutral.

Für ihren engagierten Einsatz und ihre konsequente Haltung wurde Dr. Antje von Dewitz bereits mehrfach ausgezeichnet – darunter der renommierte Wirtschaftspreis „EY Entrepreneur Of The Year" (2021), der Vanity Fair Changing Your Mind Award (2020) sowie der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg (2017).

Melanie Bleicher
→ Details

Melanie Bleicher

Leiterin der VAUDE Academy

Melanie Bleicher

Leiterin der VAUDE Academy

Die gemeinsame Zeit bei VAUDE hat nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch konkrete Denkanstöße geliefert, die weit über den Tag hinaus wirken. In intensiven Gesprächen, praxisnahen Einblicken und einem offenen Erfahrungsaustausch sind Erkenntnisse entstanden, die wir als Orientierung für ein zukunftsfähiges Unternehmertum mitnehmen:

  • Gemeinwohlorientierung als Kompass, nicht als Kompromiss: Erfolg nicht nur finanziell zu messen, sondern am Beitrag zu Gesellschaft und Natur, ist kein Widerspruch zur Wettbewerbsfähigkeit, sondern zunehmend ihre Grundlage.
  • Nachhaltigkeit muss ins Kerngeschäft: Nicht als Projekt neben dem Alltag, sondern als integrierter Bestandteil jeder unternehmerischen Entscheidung. VAUDE zeigt, dass das möglich ist.
  • Zielkonflikte offen benennen: Echte Transformation entsteht nicht durch Hochglanzversprechen, sondern durch den mutigen Umgang mit echten Widersprüchen und unbequemen Fragen.
  • Kultur ist die eigentliche Strategie: Eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, Wertschätzung und gemeinsamen Werten beruht, ist kein weiches Thema – sie ist der entscheidende Hebel für langfristige Zukunftsfähigkeit.